Bereits im Jahr 2015 entschied sich der Entsorgungsbetrieb Knittel GmbH aus Vöhringen für die Investition in ein VACUDEST Vakuumdestillationssystem der Größe XL 10.500, um die anfallenden ölhaltigen Abwässer und Emulsionen nachhaltig und effizient aufzubereiten.
Mit diesem Schritt legte das familiengeführte Unternehmen, das seit Jahrzehnten auf die Entsorgung und Verwertung von Abfällen spezialisiert ist, den Grundstein für eine zukunftsorientierte und umweltgerechte Wasserbehandlung.
Im Jahr 2024 ging Knittel einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung Ressourceneffizienz und ergänzte die bestehende Aufbereitungsanlage um die neueste Technologie der H2O GmbH – einen VACUDEST ZLD.
Ziel dieser Erweiterung war es, die verbleibende Konzentratmenge weiter zu reduzieren, Energie noch effizienter zu nutzen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des gesamten Systems nachhaltig zu steigern

Die Firma Knittel mit Sitz in Vöhringen ist ein alteingesessenes Familienunternehmen, das sich seit 1953 auf die Entsorgung und Verwertung von Abfällen spezialisiert hat. Knittel kann auf eine über 150-jährige Firmengeschichte zurückblicken und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
"Der größte Vorteil des ZLD liegt in der Energieeffizienz. Aber auch die Bedienerfreundlichkeit ist gut, da die Steuerung der VACUDEST sehr ähnlich ist. Zudem ist der Wartungs- und Arbeitsaufwand mit circa 2h pro Woche sehr gering."
Mit einer VACUDEST XL 10.500 werden die anfallenden ölhaltigen Abwässer und Emulsionen aus gewerblichen Betrieben aufbereitet. Dank des integrierten Clearcat Moduls kann das qualitativ hochwertige Destillat in die Kanalisation eingeleitet werden. Zurück bleibt eine Konzentratmenge von circa 1.000 m³ pro Jahr.
Um diese Menge zu reduzieren und Wertstoffe für die Wiederverwertung zu gewinnen, wurde in der Vergangenheit bereits ein Nachkonzentrator einer Fremdfirma installiert. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Anlage aufgrund des hohen Wartungsaufwandes, häufiger Störungen mit dem Kältekreislauf und des hohen Energieverbrauchs von etwa 1.000 bis 1.100 kWh/m³, unwirtschaftlich war. Die Anlage wurde daher stillgelegt.
Im Juli 2023 bestellte die Knittel GmbH offiziell den Nachkonzentrator der H2O GmbH, den VACUDEST ZLD, der bereits ein halbes Jahr später erfolgreich in Betrieb genommen wurde.
Durch jahrelange Erfahrung und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess am Produkt, ist die aktuelle Generation der ZLD-Baureihe auf dem neuesten Stand der Technik.
Der größte Vorteil des VACUDEST ZLD gegenüber herkömmlichen Nachkonzentratoren, liegt eindeutig in der kostengünstigen Betriebsweise. Da dieser mit dem überschüssigen Dampf der VACUDEST betrieben wird, liegt der spezifische Energiebedarf bei etwa 80 kWh/m³ aufbereitetem Feed. Das entspricht einer Reduzierung des spezifischen Energiebedarfs um rund 88 % im Vergleich zur vorherigen Anlage.
Jürgen Rothmund Bereichsleiter für Umweltberatung bei Knittel berichtet: “Der größte Vorteil des ZLD liegt in der Energieeffizienz. Aber auch die Bedienerfreundlichkeit ist gut, da die Steuerung der VACUDEST sehr ähnlich ist. Zudem ist der Wartungs- und Arbeitsaufwand mit circa 2h pro Woche sehr gering.“ Die vollautomatische Reinigung des ZLD erfolgt mit der bestehenden Reinigungseinheit der VACUDEST.
Mit dem ZLD werden im jetzigen Betrieb jährlich etwa 400 m³ VACUDEST Konzentrat mit einem Wasseranteil von 75 bis 55 % auf einen Wassergehalt von 30 bis 35 % gebracht. Das entspricht im Mittel einer zusätzlichen Aufkonzentration um den Faktor 2 (weitere Aufkonzentration um 32,5 %). Dies hilft, die Kosten bei der Entsorgung des Konzentrats zu senken.

Das Projekt bei Knittel demonstriert eindrucksvoll die Fortschritte in der Abwasserbehandlung durch den Einsatz des ZLD. Es zeig sich eine erhebliche Reduzierung des Energieverbrauchs und ein absolut zuverlässiger Betrieb des ZLD im Vergleich zu ähnlichen Nachkonzentratoren. Durch technologische Innovationen können sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile erzielt werden. Die erfolgreiche Anpassung an komplexe Abwässer bestätigt die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der neuen Anlage und unterstreicht H2O's Engagement für maßgeschneiderte Lösungen und Umweltschutz.

Wo andere Verfahren mit viel Ausrüstung und Betriebsaufwand kaum die gesetzlichen Einleitungsgrenzwerte einhalten, beeindruckt die Clearcat-Kondensationsstufe durch die Qualität der behandelten Abwässer.
Sie sind kristallklar und praktisch ölfrei.
Vakuumverdampfer basieren auf dem einfachen Prinzip, Stoffe aufgrund ihrer unterschiedlichen Siedepunkte zu trennen. Bei der Verdampfung bleiben Verbindungen, deren Siedepunkt höher ist als der von Wasser, im Konzentrat zurück. Dazu gehören Schwermetalle, Salze, Öle, Fette oder Tenside.
Der aufsteigende Wasserdampf ist nahezu frei von Verunreinigungen. Nach der Kondensation kann er wieder der Produktion zugeführt werden. Auf diese Weise produzieren Sie vollkommen abwasserfrei.


Durch effizientes Energierecycling wird hochwertige Energie in einer zweiten nachgeschalteten Verdampfungsstufe genutzt, um Reduktionen des Restwassergehaltes auf bis zu 20 % zu erzielen.
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