Durch lokale Wasserrückgewinnung sinkt das zu entsorgende Abwasservolumen um bis zu 95 %. Statt des gesamten Abwassers wird nur das konzentrierte Restvolumen entsorgt. Die Vakuumdestillation erreicht dabei Rückgewinnungsraten von 90-95 %, in Einzelfällen bis zu 99 %.
Industrielle Abwässer gelten als Abfall und erfordern spezialisierten Transport, Aufbereitung und Lagerung. Hinzu kommen Umweltgebühren, Nachweispflichten und Energiekosten. Je größer das Abwasservolumen, desto höher die laufenden Entsorgungskosten.
Aufbereitetes Wasser wird wieder im Prozess eingesetzt, statt abgeleitet zu werden. Voraussetzung ist eine Analyse der Abwasserquellen, ihrer Zusammensetzung und des Wasserbedarfs. Entscheidend ist eine Aufbereitungstechnologie, die stabile Wasserqualität liefert.
In den meisten Anwendungen liegt die Rückgewinnungsquote bei 90-95 %, in geeigneten Fällen bis zu 99 %. Der genaue Wert hängt von Abwasserart und Aufbereitungstechnologie ab. Je homogener das Abwasser, desto höher die Effizienz.
Wasser wird unter Vakuum bei reduzierter Temperatur verdampft, der Dampf anschließend kondensiert und als sauberes Wasser zurückgewonnen. Die Verunreinigungen verbleiben als Konzentrat. Das Verfahren funktioniert auch bei komplex zusammengesetzten Abwässern.
Geeignet sind Abwässer mit Ölen, Emulsionen, Salzen, Schwermetallen, Tensiden oder organischen Verbindungen. Typische Einsatzbereiche sind Metallbearbeitung, Oberflächentechnik, Automotive, Luftfahrt, Chemie, Pharma und Kosmetik. Die genaue Eignung wird über eine Laboranalyse einer Abwasserprobe geprüft.
Eine korrekt ausgelegte Wasserrückgewinnung beeinflusst die Produktionsqualität nicht. Das aufbereitete Wasser hat stabile Parameter und eignet sich für technologische Prozesse, Spülen oder Kühlen. Entscheidend ist die Wahl einer zum Abwasser passenden Technologie.
Etablierte Verfahren sind Vakuumdestillation, Membranfiltration, Umkehrosmose sowie Öl- und Partikelabscheidung. Die Wahl hängt von Abwasserzusammensetzung und geforderter Wasserqualität ab. Die Vakuumdestillation eignet sich besonders für schwierige und wechselnde Abwässer.
Das Konzentrat enthält die abgetrennten Verunreinigungen in stark reduziertem Volumen, häufig nur 1-5 % des ursprünglichen Abwassers. Es wird als flüssiger Abfall entsorgt oder in manchen Fällen weiterverwertet. Das senkt Entsorgungskosten und vereinfacht die Abfallwirtschaft.
Entfernt werden Öle, Emulsionen, Schwermetalle, Salze, Tenside und organische Verbindungen mit hohem Siedepunkt. Wasser und Verunreinigungen werden physikalisch getrennt. Auch schwierig zusammengesetzte industrielle Abwässer können so wirksam gereinigt werden.
Vakuumdestillation arbeitet mit Verdampfung und Kondensation, Membranfiltration mit physischer Durchleitung durch Barrieren. Bei Ölen, Emulsionen oder hohem Salzgehalt verstopfen Membranen häufig; die Destillation arbeitet hier stabiler. Das Konzentrat lässt sich zudem stärker aufkonzentrieren.
Bei industriellen Abwässern oft dann, wenn das Wasser nicht eingeleitet, sondern im Prozess wiederverwendet werden soll. Statt das Abwasser klärwerksgerecht aufzubereiten, werden rund 95 % des Wassers zurückgewonnen und nur das Konzentrat entsorgt. Eine separate Kläranlage ist dann nicht erforderlich.
Die Amortisationszeit liegt typischerweise bei 1,5-3 Jahren. Sie hängt von den bisherigen Entsorgungskosten und der zurückgewonnenen Wassermenge ab. Die Einsparungen entstehen aus geringerem Frischwasserbezug, niedrigeren Entsorgungs- und Transportkosten sowie stabileren Betriebskosten.
Die Kosten richten sich nach Abwassermenge (Anlagenleistung), Zusammensetzung des Abwassers, etwa Gehalt an Ölen, Salzen oder Metallen, sowie dem geforderten Rückgewinnungsgrad. Auch kundenseitige Anforderungen wie Automatisierung oder Integration spielen eine Rolle.
Ja, Leasing ist eine gängige Finanzierungsform. Dadurch entfällt eine hohe Anfangsinvestition, die Anlage wird über laufende Raten finanziert und die Einsparungen aus der Wasserrückgewinnung tragen direkt zur Refinanzierung bei.
Wasserrückgewinnung senkt die im Abfallnachweis (eANV) gemeldete Abwassermenge erheblich, da statt großer Abwasservolumen nur ein geringer Konzentrat-Rest entsteht. Geringerer Frischwasserverbrauch unterstützt zusätzlich die ESG-Berichterstattung in den Bereichen Environmental (Ressourcenschonung), Social (verantwortungsvolle Wasserbewirtschaftung) und Governance (Regulatorik).
Nein. Moderne Anlagen sind weitgehend automatisiert und benötigen keine ständige Bedienung. Der tägliche Aufwand beschränkt sich auf periodische Parameter-Kontrolle und die Entleerung des Konzentrats. Personalressourcen bleiben dadurch weitestgehend unbelastet.
Lieferung und Inbetriebnahme dauern im Durchschnitt 20-25 Wochen ab Bestelldatum. Die genaue Dauer hängt von Anlagenleistung, Konfiguration und bauseitigen Vorbereitungen ab.
Die Stellfläche richtet sich nach der Anlagenleistung. Die kleinsten Anlagen beginnen bei rund 15 m². Größere Konfigurationen wachsen entsprechend der zu verarbeitenden Abwassermenge.
Ja. Vakuumdestillationsanlagen können als eigenständiges Modul arbeiten oder direkt in bestehende Prozesse eingebunden werden. Die Auslegung wird auf die vorhandene Produktion abgestimmt.
Ja. Wasserrückgewinnungsanlagen sind bereits ab 40 l/h Durchfluss verfügbar. Dadurch eignet sich die Technologie auch für kleine und mittelgroße Bearbeitungsbetriebe und ist häufig auch dort wirtschaftlich.
Durch lokale Wasserrückgewinnung im Betrieb wird statt des gesamten Spülwassers nur noch ein konzentrierter Schadstoffanteil entsorgt. Das aufbereitete Wasser geht in Spülen und Prozesse zurück. Typischerweise sinken die Betriebskosten dadurch um mehrere zehn Prozent.
Solche Abwässer enthalten häufig Metalle, Salze, Tenside oder Reste von Prozesschemikalien. Das erfordert spezialisierten Transport, Verarbeitung und Abfallregistrierung. Mit steigendem Abwasservolumen steigen die Kosten linear.
Ja. Wasser aus Zwischenspülen eignet sich besonders gut. Nach Abtrennung der Verunreinigungen lassen sich 90-95 % zurückgewinnen. Das Wasser wird in dieselben Spülen oder andere Hilfsprozesse zurückgeführt und reduziert den Frischwasserverbrauch deutlich.
Die Rückgewinnungsquote liegt meistens bei 90-95 %. Das größte Potenzial bieten Spülen, Reinigung und Oberflächenvorbereitung. Der Rest bildet konzentrierten Abfall. Jede Anwendung wird vorab individuell analysiert.
Ja, sofern die Wasserparameter wie pH-Wert und Leitfähigkeit eingehalten werden. Die Qualität des zurückgewonnenen Wassers wird an den jeweiligen Prozess angepasst, einschließlich Anodisieren. Vor der Implementierung werden Tests durchgeführt.
Typisch sind Metalle, Salze, Tenside, Reste von Prozesschemikalien sowie Farben oder Pigmente. Die genaue Zusammensetzung hängt vom Prozess ab, etwa Galvanik, Anodisieren, Phosphatieren oder Lackieren. Jedem Projekt geht eine Laboranalyse voraus.
Ja. Destillationsverfahren trennen Wasser und Verunreinigungen unabhängig von Metall- oder Salzkonzentration. Metalle und Salze verbleiben im Konzentrat, das zurückgewonnene Wasser ist frei von diesen Verunreinigungen. Das gilt auch für typisch salzlastige Prozesse wie Anodisieren oder Beizen.
Das aufbereitete Wasser wird zurück in Spülen, Reinigung oder Oberflächenvorbereitung geführt. Voraussetzung ist eine Technologie, die stabile Wasserqualität liefert. So sinkt der Frischwasserbezug, und das Abwasservolumen wird stark reduziert.
Die Auswahl beginnt mit einer Analyse von Abwasserzusammensetzung, -menge und Qualitätsanforderungen an das zurückgewonnene Wasser. Anschließend wird die Anlage auf die konkreten Prozesse ausgelegt. Vor der Implementierung werden Tests durchgeführt, um den wirtschaftlichen und ökologischen Effekt abzusichern.
Durch Wasserrückgewinnung aus Wasch-, Bearbeitungs- und Kühlprozessen wird das Wasser im Kreislauf gehalten. Zur Entsorgung gelangt nur Konzentrat, dessen Volumen um bis zu 95 % reduziert ist. Das senkt Entsorgungskosten und Frischwasserbedarf gleichermaßen.
Typische Abwässer entstehen bei Teilereinigung, mechanischer Bearbeitung, Lackieranlagen und Kühlkreisläufen. Sie enthalten Öle, Tenside, Metalle und organische Verbindungen. Die wechselnde Zusammensetzung erfordert flexible Aufbereitungstechnologien.
Anerkannt werden dokumentierte Reduktionen von Frischwasserverbrauch und Abwassermenge sowie geschlossene Wasserkreisläufe. OEM-Hersteller verlangen zunehmend Maßnahmen zur Verringerung des Wasser-Fußabdrucks im Rahmen ihrer ESG-Anforderungen. Eine belastbare Datendokumentation ist entscheidend.
Durch das Schließen des Wasserkreislaufs in den Waschprozessen. Das aufbereitete Wasser wird wiederverwendet, der Frischwasserbezug sinkt deutlich. Zusätzlich stabilisieren sich die Betriebskosten.
Die Anforderungen hängen vom Prozess ab (Reinigung, Kühlung, Oberflächenvorbereitung). Schlüsselparameter sind pH-Wert, Leitfähigkeit und CSB. Die Rückgewinnungstechnologie wird so ausgewählt, dass die jeweiligen Grenzwerte eingehalten werden.
Ja. Eine Einführung in Etappen, beginnend mit den größten Abwasserquellen, ist üblich. Die Investition lässt sich so zeitlich verteilen, und jede Etappe bringt bereits messbare Einsparungen.
Einsparungen entstehen vor allem durch geringere Entsorgungskosten und reduzierten Wasserverbrauch. Bei großen Abwasservolumen in der Serienproduktion ist der wirtschaftliche Effekt besonders deutlich. In vielen Fällen amortisiert sich die Investition innerhalb weniger Jahre.
Statt verbrauchte Kühlemulsionen und Abwässer komplett zu entsorgen, werden die Verunreinigungen abgetrennt und das Prozesswasser zurückgewonnen. Zur Entsorgung gelangt nur das konzentrierte Restvolumen. Das reduziert Kosten und Abfallmenge gleichermaßen.
Ja, mit Rückgewinnungsquoten von 90-95 %. Das Verfahren trennt Öle, Additive und Metalle vom Wasser. Das zurückgewonnene Wasser kann wieder in den Prozessen eingesetzt werden und reduziert Frischwasserbezug und Entsorgungskosten.
Ja. Verbrauchte Kühlemulsionen sind flüssige Abfälle und unterliegen dem Abfallnachweis (eANV). Lagerung und Entsorgung verursachen formalen Aufwand. Durch Wasserrückgewinnung sinken sowohl die Kosten als auch der Verwaltungsaufwand.
Durch physikalische Verfahren wie Vakuumdestillation oder Phasentrennung. Diese trennen Wasser und Verunreinigungen wirksam. Ergebnis sind sauberes Prozesswasser und ein konzentrierter Reststoff zur Entsorgung.
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